Landschaftsplanerische Gestaltung des Olivaer Platzes

Rückschau auf die zweite Informationsveranstaltung

Themen des Abends waren die Nutzungsanforderungen, die Grundlage für die Überlegungen zur Neugestaltung des Olivaer Platzes sein müssen sowie die grundsätzlichen Gestaltungsoptionen für den Platz. In seinem Eingangsreferat kam Dirk Spender vom Regionalmanagement zum Schluss, dass ein neugestalteter Olivaer Platz für unterschiedlichste Nutzergruppen (von Anwohnern unterschiedlichsten Alters über Gewerbetreibende bis zu Touristen) attraktiv sein muss: Die Mehrfachnutzung von Flächen ist somit unabdingbar.

Nachfolgend stellte Herr Spender drei grundsätzliche Optionen für die zukünftige Gestaltung des gesamten Platzes zur Diskussion:

  • Eine Umgestaltung auf Basis des Entwurfes aus den 1960er Jahren vom Landschaftsarchitekt Prof. Eberhard Fink.
  • Eine historisierende Umgestaltung auf Grundlage des Entwurfes vom Gartenarchitekten Richard Thieme von 1907
  • Eine moderne Neugestaltung des Olivaer Platzes

Für den Umgang mit dem heutigen Parkplatz wurden jeweils drei Möglichkeiten angedeutet:  Ein verkleinerter Parkplatz an der Lietzenburger Straße bzw. ein verkleinerter Parkplatz am östlichen Platzrand bzw. der Verzicht auf eine Parkplatzanlage.

Herr Spender betonte, dass es sich bei den vorgestellten Optionen um Grundsatzüberlegungen zum gestalterischen Umgang mit dem Platz handelt und noch nicht um landschaftsplanerische Entwürfe. Diese sollen im nächsten Jahr in einem Wettbewerbsverfahren erarbeitet werden.

Erwartungsgemäß war die anschließende Diskussion kontrovers: Während Gewerbetreibende einer Verkleinerung des Parkplatzes ablehnend gegenüberstanden,  plädierten Anwohner mit Kindern für neue und große Spielflächen.  Mehrfach wurden Angsträume im Park erwähnt. Diese sollen durch eine offene, durchlässige Gestaltung des Platzes beseitigt werden - sowohl durch gärtnerische Eingriffe (Entfernen einzelner Bäume, offene Rasenflächen), als auch durch die Beseitigung von Mauern u.ä. Weitere Wünsche waren unter anderem eine barrierefreie und seniorengerechte Gestaltung, die Einrichtung einer öffentlichen Toilette und bessere Wegeverbindungen über den Platz.

Einig war sich das Publikum darin, dass eine intensive gärtnerische Pflege des Platzes - auch unter Einbeziehung Privater -  wichtig ist, um die Qualitäten einer neugestalteten Grün- und Freifläche langfristig zu erhalten. Angeregt wurde ferner, im Frühling eine Platzbegehung durchzuführen, um sich vor Ort ein Bild von der heutigen Gestaltung zu machen. Hierzu wird das Regionalmanagement CITY WEST einladen.