Durchdacht bis ins kleinste Detail - Medizintechnik Made in CITY WEST

»Unsere Gerätetechnik steht für höchste Qualität in der minimal invasiven Chirurgie.«, Peter P. Wiest, Unternehmensgründer

Foto: Volker Döring

Lange galt der Grundsatz: Großer Chirurg – große Schnitte. Es dauerte einige Jahrzehnte, bis sich die Idee durchsetzte, Menschen bei Operationen so wenig invasiv wie möglich zu behandeln. Auf Anregung des Hamburger Gynäkologen Professor Hans-Joachim Lindemann wagte sich der angehende Ingenieur Peter P. Wiest 1972 an eine Lösung für die menschliche Gebärmutter. Die Aufgabe bestand darin, mit Hilfe von CO2 das empfindliche Organ zeitweilig in einen stabilen Hohlraum zu verwandeln, um Licht, Kamera und chirurgische Instrumente einbringen zu können.

Peter P. Wiest fand nicht nur Lösungen für die zahlreich auftretenden Probleme, es gelang ihm auch, die Technik zur Marktreife zu führen. Hier liegt der Ursprung des Erfolgs des bis heute vom Firmengründer geleiteten Unternehmens.

Mit dem Siegeszug der minimal invasiven Chirurgie in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre wurden Eingriffe möglich, die keine großen Schnittwunden bei den Patientinnen und Patienten hinterließen. W.O.M. entwickelte als einer der Ersten Geräte, die Eingriffe im Bauchraum sowie an den Gelenken zuließen. Die Nachfrage war kaum zu bewältigen: „Unsere Gerätetechnik steht für höchste Qualität in der minimal invasiven Chirurgie“, sagt nicht ohne Stolz Firmengründer Peter P. Wiest. Entwickelt werden die Hochtechnologie-Geräte in Berlin, gebaut in der firmeneigenen Produktionsanlage in Ludwigsstadt, vertrieben jedoch durch große Medizingerätehersteller unter deren Namen. Wichtigster Absatzmarkt sind die USA, an zweiter Stelle kommt Europa.

Die Verlagerung der W.O.M. Unternehmenszentrale 1997 von Lankwitz in die Berliner City West war nicht nur das Ergebnis des steigenden Bedarfs an Fachkräften. In der Hauptstadtmetropole befinden sich eine Reihe von Krankenhäusern und Universitätskliniken, mit denen eine enge Zusammenarbeit besteht, denn Ideen zu neuen Produkten entstehen direkt im Operationssaal.

Es ist jedoch nicht nur der technologische Vorsprung, der für den Erfolg von W.O.M. verantwortlich ist. Das Unternehmen übernimmt für seine Kundinnen und Kunden die in den jeweiligen Ländern unterschiedlichen und sehr komplexen Zulassungsverfahren und garantiert mit ausgeklügelten Prüf- und Dokumentationsverfahren Qualität „Made in Germany“ bis hin zur kleinsten Schraube.

Dr. Michael Schäbitz
Kluge Köpfe 2011