Heute die Welt von Morgen gestalten

»Die Idee ist, das Beste aus den Welten von Industrie, Wissenschaft und der weltweiten Start-up-Szene zusammenzuführen, um die Umsetzung neuer Ideen in marktreife Produkte zu beschleunigen.«

Foto: Deutsche Telekom AG

Die Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) sind der Forschungs- und Innovationsbereich der Deutschen Telekom.

Über 350 Telekom-Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten daran, mit moderner Telekommunikation den Alltag und das Leben einfacher, komfortabler und sicherer zu gestalten. „Die Idee ist, das Beste aus den Welten der Industrie, Wissenschaft und der weltweiten Start-up-Szene zusammenzuführen, mit dem Ziel, die Umsetzung neuer Ideen in marktreife Produkte zu beschleunigen“, schildert Leiter Dr. Heinrich Arnold den Grundgedanken. Tatsächlich werden von den T-Labs wöchentlich neue Patente angemeldet und die Forschungen in innovative Ergebnisse überführt. Mehr als sechzig Preise haben die T-Labs dafür in den vergangenen sieben Jahren schon eingeheimst, zuletzt hat ihre Stiftungsprofessorin Anja Feldmann, Ph.D., den renommierten Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten.

Das Unternehmen hat ihn für die Erforschung einer neuen Internetarchitektur erhalten. Jeder kennt das: manchmal funktioniert das Internet einfach nicht oder es ist zu langsam. Die T-Labs arbeiten an einer völlig neuen Struktur, um das Netz schneller, verlässlicher und sicherer zu machen. Das ist aber nur eine der vielen Innovationen, an denen das Zukunftslabor der Deutschen Telekom arbeitet.

2004 wurden die T-Labs als privatrechtlich organisierte, wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität Berlin mit sechs Stiftungslehrstühlen gegründet. Zur Früherkennung von Kundenwünschen schauen die T-Labs 1000 Berliner Haushalten über die Schulter und erhalten wichtiges Feedback aus Produkttests, Befragungen und Hausbesuchen. Nach dem Prinzip der offenen Innovation arbeiten die T-Labs mit internationalen Partnern aus Industrie und Wissenschaft zusammen und haben Außenstellen in Israel und Los Altos (Silicon Valley). Erfolgversprechende Geschäftsideen, die nicht in Produkte der Telekom überführt werden können, können als eigenständige Unternehmen aus der Telekom ausgegründet werden. Für Berlin Charlottenburg haben sich die T-Labs bewusst entschieden, erläutert der Physiker, Ingenieur und promovierte Technologiemanager Arnold: „Berlin bietet durch seine Universitäten und seine sehr aktive Start-Up-Szene ein optimales kreatives Umfeld für neue Ideen und Talente. Die Idee der Symbiose zwischen Forschung und Produktentwicklung, zwischen Hochschule und Telekommunikationsanbieter, ließ sich auf dem Campus der TU Berlin am besten realisieren. Inzwischen haben die T-Labs aber auch Standorte in Darmstadt und Bonn.“ Und arbeiten so weltweit an den Visionen von morgen.

Bettina Tacke
Kluge Köpfe 2011