Intelligente Software-Lösungen für das Verlagswesen

»Schaue ich auf die Bücherbestsellerlisten in Deutschland, dann arbeitet der überwiegende Teil der vertretenen Verlage mit Software aus dem Hause Klopotek.«, Gregor Wolf, CTO Klopotek AG | Uli Klopotek von Glowczewski, CEO Klopotek AG

Foto: Volker Döring

Der Erfolg des 1992 gegründeten Unternehmens basiert auf der Konzentration auf große und mittlere Verlage sowie auf der Entwicklung einer Standardsoftware für alle im Verlagswesen vorhandenen Prozesse. Von der ersten Projektidee, über die Honorar- und Rechtevereinbarungen bis hin zur Auslieferung von Büchern, Zeitschriften, Gedrucktem und Digitalem begleiten die integrierten Programme der Charlottenburger Softwareschmiede den Werdegang eines Produkts. Dies ermöglicht reibungslose und effiziente Abläufe. Aus dem umfassenden Angebot der Klopotek AG nutzen die Verlage die jeweils für sie relevanten Module, beispielsweise für die Produktionsplanung, für Kataloge und Werbemittel oder für die Belieferung von Großhändlerinnen und -händlern. Die Module werden ständig weiterentwickelt und sind anpassbar. Sie berücksichtigen sowohl die unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen in den verschiedenen Ländern als auch die gerade stattfindende Digitalisierung des Verlagswesens. „Wir haben den Verlagen prophezeit, dass sie von der Nachfrage nach digitalen Produkten überrollt werden und unsere Software darauf eingestellt“, so Wolf. „Im letzten Jahr kamen dann die E-Books mit Macht und viele IT-Systeme waren darauf nicht vorbereitet. In Wissenschafts- und Fachinformationen sind digitale Produkte schon lange etabliert, und gerade die deutsche Belletristik war sehr zögerlich.“

Uli Klopotek von Glowczewski hat wie die Mehrheit der Gründer am Institut für Softwaretechnik der TU Berlin studiert. Das wissenschaftliche Know-how und Erfahrungen in der Verlagsbranche haben sie genutzt, um innerhalb weniger Jahre den deutschen Markt zu erobern. Seit der Jahrhundertwende ist die Klopotek AG auch international aufgestellt, zuerst in den Benelux-Staaten und Skandinavien, anschließend in Großbritannien und den USA. Seit 2011 gibt es ein Tochterunternehmen in Frankreich und eine Kooperation mit einem Partner in Polen. Die nächsten strategischen Schritte sind das Engagement auf dem lateinamerikanischen und dem spanischen Markt.

Das internationale Wachstum bedeutet auch ein Wachsen des Standorts Berlin. Die hier ansässige Forschung und Entwicklung soll mit der internationalen Ausbreitung weiter ausgebaut werden. Die zentrale Lage und das attraktive Umfeld in der City West möchten weder die Geschäftsführung noch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter missen.

Die Software grenzüberschreitend nutzbar zu machen, ist die nächste Herausforderung. Bereits heute können international agierende Unternehmen mit der Klopotek-Software in mehreren Sprachen und Währungen arbeiten, aber Klopotek will mehr. Die Software soll internationalen Kundinnen und Kunden mit einer weltweiten Installation einheitliche Prozesse und Daten über die Länder- und Firmengrenzen hinweg ermöglichen. Lösungen für die Implementierungsphase gehören ebenso dazu wie Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verlage, um einen reibungslosen Übergang von der alten zur neuen Software zu gewährleisten.

Dr. Michael Schäbitz
Kluge Köpfe 2011