Newsletter 07/2012

Der Lehniner Platz ist neu gestaltet

Die Bedeutung des Lehniner Platzes am Kurfürstendamm gegenüber der Schaubühne war über Jahrzehnte eher gering, seine Wahrnehmung als Stadtplatz gar nicht gegeben. Die dreieckige Platzfläche im westlichen Abschnitt des Boulevards wurde hauptsächlich als Pkw-Stellfläche genutzt und diente an Samstagen einem Wochenmarkt als Standort. Dies sollte mittels eines vom Regionalmanagement CITY WEST durchgeführten Wettbewerbes geändert werden. Im Rahmen der schrittweisen Umsetzung der „Leitlinien für die City West“ aus dem Jahre 2008 wurde die Aufenthaltsfunktion des Ortes verbessert – zugunsten einer freien einladenden Fläche ohne Pkw-Stellplätzen, wie die Wettbewerbsjury entschied.

Nicht alle Gewerbetreibenden waren mit der Neugestaltung von Beginn an einverstanden. Die Bürgerinnen und Bürger äußerten sich in einer vom Regionalmanagement organisierten Diskussionsveranstaltung jedoch mehrheitlich zugunsten der Erholungsfunktion. Nach der baulichen Fertigstellung und der Eröffnung am 14. Juni 2012 durch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und Bezirksstadtrat Marc Schulte herrscht nicht nur bei den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern aus Senat und Bezirk Zufriedenheit mit dem Ergebnis.
Auch Dr. Friedrich Barner von der Schaubühne wünschte sich schon seit Längerem ein hochwertiges Umfeld für die Gäste seines Hauses, er sieht mit Wohlwollen auf den neu gestalteten Platz. Mehrere Einzelhändler des Standorts haben sich gegenüber Stadtrat Schulte positiv darüber geäußert, dass „die Kunden nun ihre Geschäfte besser sehen“. Dass der von Autos befreite Platz künftig Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aller Altersgruppen neue Möglichkeiten des Aufenthalts und des Spielens bietet, werden die Nutzerinnen und Nutzer in den kommenden Sommerwochen schnell herausfinden. Hauptattraktion des neuen Lehniner Platzes ist ein großformatiges Sitzelement in der Platzmitte, das ein Wasserspiel beherbergt.
Darüber hinaus wurden neue Bäume, Sitzbänke und eine Boulebahn integriert.

Der Senat von Berlin hat 770.000 Euro aus dem Plätzeprogramm investiert. Regula Lüscher freut sich, dass mit der Gestaltung des Lehniner Platzes wieder ein wichtiger Meilenstein bei der Aufwertung des öffentlichen Raums in der boomenden City West geschaffen wurde. Demnächst erhält der ehemalige Kiosk, der zur Zeit noch provisorisch untergebracht ist, einen Neubau incl. Caféangeboten und WC-Funktion. Dann ist die Neugestaltung komplett und kann Platz für weitere Märkte bieten.

Bild oben: Bezirksstadtrat Marc Schulte, Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (v.l.) bei der Eröffnung des Platzes am 14. Juni 2012

Bild unten: Der neugestaltete Lehniner Platz, Juni 2012

Feierliche Eröffnung des Friedrich-Hollaender-Platzes

Wer war Friedrich Hollaender und war er ein Berliner? - Diese Frage beantwortete Dr. Wolfgang Trautwein von der Akademie der Künste im Rahmen des Festprogramms am 18. Juni 2012. Die Festveranstaltung in der UdK Berlin an der Bundesallee war hochkarätig besetzt: Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann begrüßte Melodie Hollaender, die aus USA angereiste Tochter des Komponisten, Schauspielers und Theaterintendanten, der in den 1920er und 30er Jahren das musikalische Leben Berlins bereicherte. Gekommen waren viele Familienangehörige des jüdischen Ausnahmentalents, der in Charlottenburg lebte und arbeitete und das Land aufgrund der antisemitischen Verfolgungen verlassen musste. Staatssekretär André Schmitz wies auf den Rang jüdischer Künstlerinnen und Künstler in Deutschland hin und den erlittenen kulturellen Verlust durch ihre Emigration. Elisabeth-Trautwein-Heimann erzählte von persönlichen Erinnerungen aus ihrer Kindheit, ihr Vater war mit Friedrich Hollaender befreundet.

Vor 18 Jahren überließ die Familie Hollaender den musikalischen Nachlass des „großen-kleinen Friedrichs“, wie ihn Charly Chaplin liebevoll nannte, dem Land Berlin, das sich nunmehr durch die Umbenennung des ehemaligen Rankeplatzes an der Kreuzung Lietzenburger Straße/Bundesallee in Friedrich-Hollaender-Platz bedankt. Die Platzfläche war mit den Jahren unansehnlich geworden und wurde 2011/2012 durch Fördermittel des „Aktiven Zentrums City West“ umgestaltet. Neuer Rasen, Sitzblöcke, Bäume und ein Springbrunnen werten den City-Eingang auf und laden auf eine Pause ein. Eine Informationsstele weist auf den Namensgeber hin.

Melodie Hollaender dankte allen Beteiligten für das Zustandekommen der Umbenennung und die attraktive Gestaltung des neuen Platzes  - sie sieht einen lange währenden Traum der Familie erfüllt.

Bild oben: Staatssekretär André Schmitz, Elisabeth Trautwein-Heymann, Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann, Melodie Hollaender und Bezirksstadtrat Marc Schulte (v.l.)

Bild unten: Friedrich-Hollaender-Platz, Mai 2012

Einladung zum Informationstermin „Designmeile Kantstraße 2012“

Im Oktober 2012 wird das zweite Event „Designmeile Kantstraße“ stattfinden, bei dem Akteure aus den Bereichen hochwertiger Dienstleistungen, Gastronomie und Einzelhandel und Tourismus in der Kantstraße gemeinsam öffentlich auftreten, um den Designstandort in der City West zu präsentieren.  Ziel der Designmeile ist es, das Netzwerk der hochwertigen Unternehmen im Abschnitt der Kantstraße zwischen Breitscheidplatz und Saviynyplatz sowie im näheren Umfeld zu stärken und gemeinsame Vorteile bei der Werbung und Kundenorientierung zu erzielen.

Zur Vorbereitung des Events findet am Mittwoch, 20.7.2012 um 19.00 Uhr eine Auftaktveranstaltung im stilwerk Berlin, im Forum (5.OG)  statt. Bei diesem Termin werden das stilwerk Centermanagement, das Regionalmanagement City West und Vertreter der AG City e.V. über die geplante Designmeile 2012 und die Möglichkeiten der Teilnahme informieren. Interessierte sind herzlich eingeladen.