Newsletter 08/2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet Effizienzhaus-Plus in der City West

Das Wohnen der Zukunft wird anders aussehen als bisher, Energiebewusstsein wird eine zunehmend tragende Rolle spielen. Aus diesem Grund startet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein wegweisendes Projekt in der City West. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesminister Dr. Peter Ramsauer eröffneten das Pilotprojekt „Effizienzhaus- Plus mit Elektromobilität“ am 7. Dezember 2011.

Die Projektidee: Das Effizienzhaus erzeugt doppelt so viel Energie wie es verbraucht. Der energetische Überschuss kann entweder zum Aufladen von Elektrofahrzeugen verwendet oder ins Stromnetz eingespeist werden. In Hochleistungsbatterien wird sie zwischengespeichert. Unter dem Motto "Mein Haus - meine Tankstelle!" präsentiert das Bundesministerium die Ressourcen schonende, nachhaltige Nutzung von Synergieeffekten zwischen dem Bau- und Verkehrsbereich. Modernste Photovoltaik- und Energiemanagementtechnik machen dies möglich. Die Baumaterialien sind darüber hinaus vollständig recyclebar.

"Dieses Haus zeigt, was heute schon möglich ist. Hier wird energieeffizientes Bauen intelligent mit innovativer Mobilität verknüpft. In beiden Bereichen steckt noch viel Potenzial. Ich freue mich, dass wir hier wegweisende Innovationen in der Praxis testen." zeigt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel begeistert.

Ab Frühjahr 2012 wird eine Familie ein Jahr lang das Energieüberschusshaus einem Alltagstest unterziehen. Die Erfahrungen werden wissenschaftlich analysiert. Mehrere deutsche Autohersteller kooperieren und stellen jeweils für drei Monate Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Interessierte können die 130 Quadratmeter Wohnfläche besichtigen. Das Effizienzhaus plus mit Elektromobilität steht in der Fasanenstraße 87, nahe dem Bahnhof Zoologischer Garten. Für die Öffentlichkeit ist es vom 8. Dezember 2011 bis zum 29. Februar 2012 dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenfrei.

Große Aufmerksamkeit bei der ersten Standortkonferenz „Zukunft Ernst-Reuter-Platz“

Die Auftaktveranstaltung des Regionalmanagements CITY WEST fand bei den Teilnehmenden und der Presse regen Zuspruch. Unter der Schirmherrschaft von Edzard Reuter und in Kooperation mit dem Campus Charlottenburg wurde am 30. November 2011 über die Zukunft des Erst-Reuter-Platzes beraten. Die Veranstaltung endete mit der Zusage der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, 100.000 Euro für die Durchführung von Planungsworkshops und Wettbewerben bereit zu stellen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung denkt auch darüber nach, das Umfeld des Ernst-Reuter-Platzes, den Campus Charlottenburg, in die IBA 2020 aufzunehmen.

Renommierte Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft, Politik und Kultur stellten jeweils Ihre Sicht auf die Zukunft des bedeutenden Immobilien-, Bildungs- und Wirtschaftsstandortes vor. Klar wurde, dass die Kombination aus Bausubstanz der Nachkriegsmoderne und Denkmalschutz eine zeitgemäße Nutzung leer stehender Gebäude und die städtebauliche Weiterentwicklung des Gesamtareals erschwert. Damit der Ernst-Reuter-Platz aber wirtschaftlich florieren kann, ist auch eine städtebauliche Revitalisierung notwendig.

„Das Regionalmanagement wird im kommenden Jahr die begonnenen Strategiegespräche mit Immobilieneigentümern, Nutzerinnen und Nutzern fortführen und weitere Standortkonferenzen veranstalten, um alle Betroffenen zusammen zu bringen. Wir streben eine nachhaltige Vernetzung der Akteure und die Harmonisierung öffentlicher und privater Interessen an“, so Regionalmanager Dirk Spender. Die nächsten Abstimmungstermine werden ab Januar 2012 im Forum CITY WEST im Amerika Haus stattfinden.

berlin-city-west.de/ernst-reuter-platz

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Standortkonferenz Ernst-Reuter-Platz

 

Entwurf zur Neugestaltung des Olivaer Platzes ausgewählt

Am 1. Dezember 2011 informierten sich Bürgerinnen und Bürger sowie örtliche  Geschäftstreibende im Rahmen einer Bürgerveranstaltung über die Entwürfe von 21 Landschaftsarchitektinnen und -architekten, die im Rahmen des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Olivaer Platzes eingereicht worden sind. Das Stimmungsbild der Betroffenen vor Ort wurde vor der Juryentscheidung am 2. Dezember eingeholt und konnte so in die Bewertung durch die Fachleute einfließen.

Bei der Bürgerversammlung wurden Fragen der Flächenaufteilung und der gärtnerischen Gestaltung diskutiert. Folgende Aspekte waren den Anwesenden besonders wichtig:

  • optische Transparenz der künftigen Grünanlage, mit einer Abschirmung zur Lietzenburger Straße
  • leichte Pflegbarkeit zum Erhalt eines guten Erscheinungsbildes
  • Querungsmöglichkeit der Platzfläche in Nord-Süd-Richtung in der Verlängerung der Wielandstraße
  • Angebot gastronomischer Einrichtungen (z.B. Park-Café)
  • Freizeitangebote für unterschiedliche Altersgruppen
  • Barrierefreiheit
  • ansprechende Staudenpflanzungen als „Einladung zum Verweilen“
  • funktionale Vernetzung des Platzes zu den Geschäften am Südrand

Eine abschließende Entscheidung über die Anzahl der künftigen Pkw-Stellplätze auf dem Platz wird im Frühjahr 2012 in der Bezirksverordnetenversammlung zu treffen sein.

In der Jurysitzung erhielt der Entwurf des Büros Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden die meiste Zustimmung. Rehwaldt hat ein flexibles Freiraumkonzept erarbeitet, in das Nutzerwünsche eingefügt werden können - eine wesentliche Voraussetzung für die kommenden Schritte der Bürgerbeteiligung am Planungsprozess. Bis zum Sommer 2012 werden weitere Abstimmungen mit der Bürgerinitiative und den Gewerbetreibenden unter der Steuerung des Regionalmanagements stattfinden.

Geprüft werden soll auch die Übernahme von ergänzenden Pflege- und Unterhaltungsleistungen durch private Akteurinnen und Akteure vor Ort, wie es zum Beispiel bereits erfolgreich im Lietzenseepark praktiziert wird. Die bauliche Umgestaltung soll in der zweiten Jahreshälfte 2012 beginnen und binnen zwei Jahren abgeschlossen werden.

berlin-city-west.de/aktuell/wettbewerbsentscheidung-für-neugestaltung-des-olivaer-platzes-ist-gefallen

berlin-city-west.de/olivaer-platz

 1. Preis Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden