Rückblick 2017 – Ausblick 2018

Es ist viel passiert im Jahr 2017 - und das kommende Jahr verspricht ebenso ereignisreich zu werden

Die City West hat sich zu einem Hotspot innovativer Unternehmen entwickelt. "Ab Montag ist eines der größten Start-up-Zentren Berlins in Charlottenburg zu finden... Nahe zum Bahnhof Zoo entstehen die Finanzinstitute der Zukunft in der ehemaligen Zentrale der Berliner Bank an der Hardenbergstraße. Auf sieben Etagen ist Platz für rund 800 Gründer und ihre Mitarbeiter. Ihre Gemeinsamkeit: Sie alle sind sogenannte Fintech-Firmen, basteln an Ideen und Digital-Lösungen für die Finanzwelt", so die B.Z. vom 17. Juli 2017.

Ein kluger Ort zum Entdecken

Berlin hat viele Zukunftsorte. Einer davon ist die CITY WEST mit dem Campus Charlottenburg - ein idealer Ort an dem sich Wissenschaft und Wirtschaft konzentrieren. Seit dem Herbst 2017 werden die zehn Zukunftsorte, mit dabei sind u.a. der Medizin-Standort Buch in Pankow, der EUREF-Campus in Schöneberg und der Forschungs- und Technologiepark Adlershof, von einer gemeinsamen Geschäftsstelle koordiniert. Die Geschäftsstelle soll die Vernetzung und Kooperation der Zukunftsorte untereinander fördern und die Weiterentwicklung des Markenkonzepts betreiben.

Mit dem Format "Kluge Köpfe" präsentieren das Regionalmanagement CITY WEST und Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie einmal jährlich die wirtschaftliche Vielfalt der CITY WEST. Der thematische Schwerpunkt dieses Jahr lautete "CAMPUS & COMPANIES". Star des Abends war übrigens ein Goldener Berlinale-Bär, ein Mitbringsel aus der Werkstatt von Hermann Noack.

Kluge Köpfe

Kluge Köpfe in der City West. CAMPUS & COMPANIES. | Foto: Berlin Partner für Wirtschaft und Technolgie / photothek.de

"Übern Campus", "Ab durch die Blöcke" und "Von Insel zu Insel": Drei Faltpläne weisen auf bekannte und unbekannte Orte rund um den Campus Charlottenburg; eine perfekte Einladung, die City West zu Fuß oder mit dem Fahrrad (neu) zu entdecken. Zum handlichen Päckchen geschnürt fanden die Pläne bereits Anklang bei vielen Studierenden, sind aber auch ein ideales Give-away für Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Gäste... Die Faltpläne können kostenfrei beim Regionalmanagement angefordert werden. Die Texte sind in Deutsch und Englisch verfasst.

Drei Campusführer

Gebaut wird an vielen Stellen

Die Hertzallee verbindet den Hardenbergplatz mit dem Ernst-Reuter-Platz. Einst kurfürstlicher Reitweg zum Schloss Charlottenburg, wird die Hertzallee seit Herbst 2016 als Promenade für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gestaltet – ein wichtiger Baustein für die Öffnung des Campus. Die Bauarbeiten werden zum Jahreswechsel abgeschlossen, die Eröffnung findet im Frühjahr 2018 statt. Das Bauprojekt wird über das Städtebauförderprogramm "Aktive Zentren" finanziert.

Für die Neugestaltung des Olivaer Platzes finden bereits bauvorbereitende Maßnahmen statt (Ausschreibungen). Der Baustart wird für das erste Quartal 2018 erwartet.  

Umgestaltet wurden auch der Spielplatz in der Knesebeckstraße 78/79 und die Pausenhofflächen der Joan-Miró-Grundschule in der Bleibtreustraße 43. Im Sommer fand die Einweihung einer Miró-Skulptur auf dem Schulhof statt. Über ein Schuljahr begleiteten Baustellenreporter die Bauarbeiten. Zum Schulfest im Sommer konnte der "Baustellenreport" präsentiert werden. Die Neugestaltung des Spielplatzes an der Knesebeckstraße steht kurz vor der Fertigstellung. 

Skulptur

Einweihung der Miró-Skulptur

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg profitiert ebenfalls mit zwei Projekten am Aktiven Zentrum City West: Die Umgestaltung des Mittelstreifens der Lietzenburger Straße sowie die Neugestaltung der Kleiststraße zwischen Wittenbergplatz und An der Urania. Der Mittelstreifen der Lietzenburger Straße wurde bereits im Herbst 2017 an die Nutzer*innen übergeben. An der Kleiststraße stehen vor der Fertigstellung im ersten Halbjahr 2018 noch Baumpflanzungen an.

Übergabe des Mittelstreifens Lietzenburger Straße | Foto: Andreas Baldow, BA Tempelhof-Schöneberg

Am Steinplatz sind vor Kurzem vorbereitende Baumaßnahmen für die Neugestaltung gestartet. Die Idee stammt aus dem studentischen Wettbewerb "Campus meets Steinplatz". Der Siegerentwurf überzeugte Nachbarn und Bezirksamt. Die Maßnahme ist voraussichtlich im späten Frühjahr 2018 abgeschlossen.

Ein innovatives Wissenschaftsgebäude entsteht am Campus Charlottenburg auf dem Areal der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt an der Abbéstraße. Der Walther-Meißner-Bau bietet künftig Labor-, Mess- und Reinräume für höchst genaue Messungen der Temperatur und für Forschungsarbeiten rund um supraleitende Sensorik.

Dass der Campus Charlottenburg kräftig wächst, zeigt die Entscheidung zum architektonischen Wettbewerb für die Neubauten Mathematik und Interdisziplinäres Zentrum für Modellierung und Simulation. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sieht darin den Beginn für "ein Jahrzehnt großer Investitionen in unseren Wissenschaftsstandort".

Über die zahlreichen öffentlichen Investitionsvorhaben hinaus gibt es umfangreiche private Bau- und Planungsvorhaben in der CITY WEST. Für das Jahr 2018 bereitet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen mit Blick auf die ungebrochene Entwicklungsdynamik die Erarbeitung eines Masterplans vor. Dieser soll auf den Leitlinien für die City West aufbauen und die Grundzüge der künftigen städtebaulichen Entwicklung aufzeigen.

 

Kultur und Kreativwirtschaft kommen nicht zu kurz

Die Kantstraße ist rau, quirlig und urban. Eine Straße voller Geschichten, die Birgit Jochens im Frühjahr 2017 mit ihrem Buch "Die Kantstraße - Vom preußischen Charlottenburg zur Berliner CITY WEST" vorstellte. Im September konnte der Verlag für Berlin und Brandenburg bereits die zweite Auflage des regionalen Bestsellers drucken.

Birgit Jochens: Die Kantstraße

Im Oktober stand die CITY WEST mit dem siebten Event "Designmeile.Berlin" wieder ganz im Lichte des guten Designs. Die Mitwirkenden im Kreativnetzwerk Designmeile boten zahlreiche Ausstellungen, Architekturführungen, Fachvorträge und kreative Workshops an. Das Leitmotiv 2017 lautete "frei_raum". Die Schirmherrschaft übernahm Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann.

Am Yva Bogen, zwischen Jebensstraße und Kantstraße, besteht eine Nachbarschaft von Akteur*innen, die sich mit den unterschiedlichen Formen der visuellen Darstellung beschäftigen. Protagonisten sind u.a. das Museum für Fotografie, die Helmut-Newton-Stiftung, die YORCK Kinogruppe mit dem neu eröffneten delphi LUX sowie die C/O Berlin Foundation. Ziel gemeinsamer Projekte ist die Bereicherung des Standortes mit Kulturangeboten sowie die Bildung eines tourismusrelevanten Kompetenzorts.

 

Am Ende

Das Regionalmanagement CITY WEST und die Koordination Aktives Zentrum City West bedanken sich bei allen Akteur*innen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Wir wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest und freuen uns auf weitere spannende und gemeinsame Aufgaben im Jahr 2018.

Foto: Klaus Mellenthin