Barrierefreie und gendergerechte Umgestaltung des Spielplatzes Knesebeckstraße 78/79 und der Pausenhofflächen der Joan-Miró-Grundschule

Barrierefreie und gendergerechte Umgestaltung

Der Spielplatz in der Knesebeckstraße 78/79 und die Pausenhofflächen der Joan-Miró-Grundschule in der Bleibtreustraße 43 werden gestalterisch aufgewertet. Dafür werden 815.000 EUR aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Zentren“ bereitgestellt. Träger der Maßnahme ist der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Fachbereich Grünflächen.

Steigende Einwohner- und Schülerzahlen setzen eine intakte soziale Infrastruktur im Quartier voraus. Der Kernbereich der City West weist jedoch eine gravierende Unterversorgung mit Sport- und Spielflächen auf. Teile des Schulhofes der Joan-Miró-Grundschule sind daher heute schon eingeschränkt öffentlich nutzbar.
Die Spielgeräte auf dem Spielplatz Knesebeckstraße weisen einen hohen Abnutzungsgrad auf,  Defizite bestehen bei der  barrierefreien Zugänglichkeit. Der Zustand der Pausenhöfe ist durch die hohe Nutzungsintensität unzulänglich. Mit der Maßnahme sollen die gestalterischen und funktionalen Defizite beider Flächen behoben werden.

Die Kombination beider Bereiche - Spielplatz und Pausenhöfe - soll einen Spielbereich schaffen, der für Schüler*innen, Kita-Gruppen und Kinder aus der Nachbarschaft nutzbar ist. Ziel sind neue Aktionsangebote, Aufenthaltsbereiche und Rückzugsräume die sich optimal ergänzen. Möglichkeiten einer Vernetzung und verbesserten Zugänglichkeit von Spielplatz und Pausenhöfen sowie einer erweiterten Öffnung des Schulbereiches außerhalb der Unterrichtszeiten sollen im Planungsverlauf diskutiert werden.

Ein „Spielplatz für alle“: Kinder gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion, Begabung oder Geschlecht wird künftig  die Möglichkeit geboten, sich auf ihre Weise und nach ihren Möglichkeiten auf den Spielplätzen aufzuhalten, sie zu nutzen und zu erobern. Jede und jeder will dabei sein, dazugehören, teilhaben, nicht ausgeschlossen sein. Das ist auch der Wunsch von Kindern, die mit Handicaps leben und für die es barrierefreie Spielmöglichkeiten geben soll.

Die Kinder selbst sind die Experten in Sachen Spiel: Bei der Gestaltung kommen daher gerade sie zu Wort. Im September 2015 begann ein umfangreiches Beteiligungsverfahren.

Im Rahmen des Sommerfestes der Joan-Miró-Schule am Sonnabend, dem 12. September 2015 von 14:00 bis 18:00 Uhr erfolgte der Auftakt zur geplanten Umgestaltung. Auf dem Fest anwesend waren Vertreter*innen des Bezirksamtes, der Koordination Aktive Zentren City West und des Büros plancontext Landschaftsarchitektur. Sie standen für erste Fragen und Anregungen zur Verfügung. Ein „Kummerkasten“ und ein „Wunschhain“ fingen die Nöte und Anregungen der Besucher*innen auf.

Nach den Herbstferien folgte eine Planungswerkstatt, in die sich alle Akteure und Interessenten aktiv einbringen konnten. In erster Linie werden dabei die Kinder als spätere Nutzer*innen angesprochen. Natürlich fanden auch die Bedarfe und Wünsche von Anwohner*innen, Eltern, Lehrer*innen und Erzieher*innen Gehör.

Weitere öffentliche Informationsveranstaltungen und themenbezogene Veranstaltungen im Unterricht begleiten den Planungs- und Bauprozess. Anfang 2016 wurden die Entwürfe präsentiert. In die Realisierung der Entwürfe werden die künftigen Nutzer*innen gestalterisch einbezogen.