Dialogverfahren Breitscheidplatz

Breitscheidplatz

Situation am Breitscheidplatz 2014, Verkaufsstände vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Rund um den Breitscheidplatz verändert sich die Stadt rasant. Neubauten entstehen, Denkmale werden revitalisiert. 2013 wurde, beauftragt durch den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, ein Dialogverfahren zur Entwicklung des Breitscheidplatzes mit Anrainern, wichtigen Akteuren und der Verwaltung durchgeführt. Ergebnis ist ein angestrebtes Szenario zur Verbesserung der Organisation und der Kommunikation zwischen den Akteuren am Breitscheidplatz.

Durch bilaterale Gespräche mit Anrainern und Nutzern des Platzes wurden gemeinsame und divergierende Ansprüche an den Platz herausgearbeitet. Gemeinsame Standpunkte  sind z.B. eine flexiblere Möblierung, die Freihaltung von Sichtbezügen und eine Verbesserung der Ausstattung (Toiletten, Technik etc.).  Keine Einigkeit herrscht u.a. über das Maß der kommerziellen Nutzung auf dem Platz.
Im weiteren Verlauf wurden drei Szenarien entwickelt. Das erste Szenario „Verbesserung der Organisation“ stellt eine minimale Variante dar. Hierbei sollen vor allem die Organisation der Platznutzung und die Kommunikation zwischen den Akteuren verbessert werden. Die tiefergreifenderen Szenarien  „Aufräumen und Verbesserung der Infrastruktur“  sowie „Weiterentwicklung“ würden auch bauliche Umgestaltungen als Ergebnis eines städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerbs oder eines Workshops berücksichtigen. Ende Januar 2014 wurden die Ergebnisse im Stadtentwicklungsausschuss der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf vorgestellt und diskutiert.

2014 soll nun eine Qualifizierung des Nutzungs- und Gestaltungsstatuts für den Breitscheidplatz und den Wittenbergplatz (mit Tauentzienstraße) erreicht werden. Die Inhalte sollen in einer Reihe von Terminen mit Bezirksvertretern, den jeweiligen Anrainern und weiteren maßgeblichen Akteuren abgestimmt werden. Ziel ist die nachhaltige Verbesserung des Erscheinungsbilds und der temporären Benutzung der Plätze und der Tauentzienstraße. Die Ergebnisse sollen in den jeweiligen BVV vorgestellt werden.

Diesem Prozess soll eine Untersuchung zur Rollenverteilung und Funktionsbestimmung der wichtigsten Plätze im Bereich der City West (Ernst-Reuter-Platz bis Nollendorfplatz) vorangestellt werden. Die Überarbeitung Nutzungs- und Gestaltungsstatut wird auf die Ergebnisse zurück greifen.

Auftragnehmer zur Durchführung des Dialogverfahrens ist die Planergemeinschaft Kohlbrenner eG.