Lichtkonzept Bahnbrücken

Kantstraße

Beleuchete Brücke über die Kantstraße

Mit dem Projekt "Perlen aus Licht – Lichtkonzept Bahnbrücken in der City West" wertet der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit Anrainern und privaten Unternehmern die Brückenräume unter den Bahnbrücken Bleibtreu-, Kant- und Hardenbergstraße gestalterisch und nachhaltig auf. Bauherr ist das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bestandteil jeder "Perle aus Licht" ist jeweils auch die Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung unter den Brücken. Hierfür stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eine Anteilsfinanzierung zur Verfügung.

Die zweifache Auszeichnung beim Deutschen Lichtdesign-Preis 2014 der Lichtinstallation Bleibtreustraße in den Kategorien Lichtkunst und Nachwuchspreis, wie auch die Verwendung als Kulisse in einem Video von Marius Müller-Westernhagen setzen bereits ein Zeichen für die Idee der "Perlen aus Licht" und die umgesetzten Qualitäten der Lichtinstallationen.

Das Projekt ist mit der Inbetriebnahme der Lichtinstallation an der Bahnbrücke im Sommer 2015 abgeschlossen.

Projektziele

Die Ziele des Projektes sind

  • Aufwertung der Eingangssituationen in die City West
  • Gestaltung von Identifikations- und Orientierungspunkten
  • Verbesserung der Nutzung insbesondere für Fußgänger
  • Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls in den Tunnelräumen
  • Imageverbesserung und medienwirksame Darstellung unter Einbeziehung aller Akteure
  • Anstöße für die künftige Qualifizierung angrenzender Einzelhandels- und Dienstleistungsnutzungen unter Aktivierung und Einbindung von örtlichen Akteuren
  • Publikumswirksame Effekte z.B. für den Tourismus
  • Beitrag zur Stadt- und Baukultur durch Integration von Lichtkunst im öffentlichen Raum

Finanzierung

Das Projekt "Perlen aus Licht" wird gemeinschaftlich von öffentlicher und privater Seite getragen. Während Vorbereitungs-, Planungs- und Baukosten hauptsächlich mit Mitteln des Bund-Länder-Programms "Aktive Zentren" finanziert werden, sichern private Sponsoren und lokale Unternehmen mit ihrem Engagement die Betriebs- und Wartungskosten.

Die Deutsche Bahn AG unterstützt die Projektumsetzung durch Projektbegleitung, die Reinigung der Brückenkonstruktionen sowie anteilige Finanzierungen beim Taubenschutz sowie den Betriebs- und Wartungskosten. Für die Realisierung der Illumination an der Bahnbrücke Bleibtreustraße konnten zudem Fördermittel der Stiftung "Lebendige Stadt" eingeworben werden. Außerdem haben mehrere Mitwirkende mit Sachspenden für die Umsetzung die Idee einer öffentlich-privaten Kooperation außerordentlich befördert.

Idee

Die historische Stadtbahn hat wesentlich zur Erschließung und wirtschaftlichen Entwicklung der City West beigetragen. Das Stadtbahnviadukt bildet mit seinen zahlreichen Brücken ein markantes Merkmal im öffentlichen Raum der City West. Wie Nadelöhre sind die Tunnelräume der Bahnbrücken im kollektiven Bewusstsein, leider häufig als dunkle und abweisende Orte.

Die denkmalgeschützten Brücken können durch eine verbesserte Beleuchtung attraktiver gestaltet werden und mittels individueller Akzentuierung zu einer besseren Orientierung beitragen. Die Tunnelräume sollen von Anwohnern und Touristen künftig als angenehme Orte wahrgenommen werden.

Das ursprüngliche Konzept sah ein übergreifendes Gesamtkonzept für acht Stadtbahnbrücken (Hertzallee, Hardenbergstraße, Kantstraße, Fasanenstraße, Uhlandstraße, Grolmannstraße, Knesebeckstraße, Bleibtreustraße) vor. Schon während des Wettbewerbs zeichnete sich ab, dass ein solches Gesamtkonzept, aufgrund der sehr großen Unterschiede (unterschiedliche Dimensionen und Konstruktionen der Brücken sowie Unterschiedlichkeit der städtebaulichen Rahmenbedingungen an den Standorten)  der Bahnbrücken, nicht zweckmäßig ist. Für eine vertiefende Bearbeitung empfahl die Jury die Entwürfe für o.g. Bahnbrücken.

Wettbewerb

Im Mai 2011 wurde ein Wettbewerb zur Entwicklung eines Lichtkonzepts von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ausgelobt. Die Ergebnisse des Wettbewerbs liegen vor und können auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eingesehen werden. Ende September 2011 hatte eine Jury über die acht eingereichten Lichtentwürfe beraten und festgestellt, dass die Aufgabe eines Gesamtkonzeptes nicht lösbar war. Statt dessen wurden drei der acht Arbeiten in einem Workshopverfahren weiter entwickelt. Es wurde entschieden, zunächst die Brückenbeleuchtung an der Bleibtreustraße umzusetzen. Danach folgt die Brücke über die Kantstraße und die Bahnüberführung Hardenbergstraße nahe dem Bahnhof Zoologischer Garten.