Zukunft Ernst-Reuter-Platz

Ernst-Reuter-Platz

Ernst-Reuter-Platz während der Beflaggung zum Semesterstart

Der Ernst-Reuter-Platz ist ein herausragender und symbolträchtiger Platz in der City West, der 2013 seine 60-jährige Namensgebung feierte. Flankiert von Bürogebäuden der Nachkriegszeit wird er täglich von einer Vielzahl  Studierender, Wissenschaftler und Berufstätigen als Verkehrsknoten und Eingangstor zur City West genutzt. Der Platz und ein Großteil der ihn umgebenden Gebäude bilden ein denkmalgeschütztes städtebauliches Ensemble und ein Gartendenkmal mit der Mittelinsel. Für den Campus Charlottenburg ist der Ernst-Reuter-Platz Kristallisationspunkt von Wissenschaft und Wirtschaft im Berliner Westen. Die Revitalisierung und Verdichtung seines Umfelds soll der gesamten City West in den nächsten Jahren weiteren Entwicklungsschub geben.

Ziel des Regionalmanagement CITY WEST ist es, sowohl laufende Immobilienentwicklungen im Sinne der Leitlinien City West aus dem Jahr 2009 zu unterstützen als auch neue Ideen für den Standort zu fördern. Zu diesem Zweck wurde ein kontinuierlicher Gesprächskreis mit Immobilieneigentümern, Nutzern und interessierten Investoren initiiert, in dem Visionen und neue Entwicklungstendenzen diskutiert und auf ihre Umsetzbarkeit prüft werden. Mit Campus Charlottenburg, einem Zusammenschluss der Technischen Universität, der Universität der Künste und dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wird die Umsetzung der gemeinsam definierten Ziele vorangetrieben.

2014

Unterschiedliche künstlerische und architektonische Sichtweisen auf den Ernst-Reuter-Platz und sein städtisches Umfeld wurden einem Fachpublikum im Februar 2014 vorgestellt und diskutiert. Inhalte des Informationsabends waren Ergebnisse aus mehreren Projekten des „Aktionsbündnis Erst-Reuter-Platz“ seit 2010, u.a. Erfahrungen und Nutzungswünsche von Anrainern aus einer Befragung von 2013.
Eine künstlerische Herangehensweise an die mögliche Umgestaltung des Ernst-Reuter-Platzes zeigte Prof. Dr. Alex Arteaga aus einem Projekt über Auditive Architektur des Berlin Career College, der Universität der Künste Berlin. Bei dem Klangprojekt aus dem Fachbereich Sound Studies werden Vorschläge zur Veränderung der Wahrnehmung des Platzes gemacht, die sowohl freiraumplanerische, verkehrliche und auditive Belange beinhalten. 

2012/2013

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt lobte im September 2012 ein diskursives städtebauliches Workshopverfahren aus, bei dem zeitgemäße Ideen für die Entwicklung und Gestaltung des Ernst-Reuter-Platzes und sein Umfeld erarbeitet werden sollten. Fünf Teams jeweils bestehend aus Architekten und Stadtplanern haben in Zusammenarbeit mit Landschaftsplanern die heutige Situation analysiert und Entwicklungs- bzw. Gestaltungsvorschläge erarbeitet. Dabei waren die interdisziplinäre Betrachtung und ein offener Diskussionsprozess wichtig, um Meinungen auszutauschen und eine gegenseitige Befruchtung zwischen den Planern sowie mit den Entscheidern aus der öffentlichen Veraltung zu fördern.

Die Vorschläge der Planer wurden von einem Gremium bestehend aus Vertretern der Senatsverwaltungen, dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sowie freien Architekten, Landschaftsplanern und wichtigen Anrainern diskutiert und begutachtet. Aufgrund der Komplexität der Aufgabenstellung formulierte das Auswahlgremium nach einer zweiten Sitzung 2013 Empfehlungen für die künftige Entwicklung und Gestaltung des Ernst-Reuter-Platzes.

Die Dokumentation der Ergebnisse finden Sie hier (PDF, ca. 6 MB).

2011

Als Anstoß des komplexen Planungsprozesses für den Ernst-Reuter-Platz mit vielen beteiligten Institutionen, betroffenen Immobilieneigentümern und Nutzern organisierte das Regionalmanagement CITY WEST in Kooperation mit Campus Charlottenburg eine Standortkonferenz. In dieser ersten „Standortkonferenz Ernst-Reuter-Platz“ nahmen ca. 300 Vertreter der Bezirks- und Senatsverwaltung, lokale Verbände und interessierte Bürger statt. Als Schirmherr war Edzard Reuter, Sohn des ehemaligen Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter, anwesend. Ziel der Standortkonferenz war der öffentliche Austausch über die Anforderungen, Wünsche und Möglichkeiten zur Entwicklung des Platzes.

Im Ergebnis der Konferenz wurde festgehalten dass für den Ernst-Reuter-Platz und den ihn umgebenden Stadtraum ein integriertes Entwicklungskonzept entwickelt und abgestimmt  werden soll, in dem möglichst viele der unterschiedlichen Interessen berücksichtigt werden. Mit Hilfe dieser Gesamtstrategie wird der zukunftsfähige und attraktive  Wirtschaftsstandorts für Bildung, Wissenschaft und Innovation gefördert.

Auf der Standortkonferenz vorgestelltes Material finden Sie hier.