Baustart für die Umgestaltung des Steinplatzes

Anfang Dezember 2017 starten die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Steinplatzes
Bagger am Steinplatz

Die Arbeiten am Steinplatz haben begonnen

Als vorbereitende Baumaßnahmen erfolgen noch in diesem Jahr die Baustelleneinrichtung, die Räumung der Platzfläche und notwendige Rodungsarbeiten. Insgesamt müssen sieben Bäume gefällt werden. Dabei handelt es sich vorwiegend um kranke oder abgestorbene Birken mit Pilzbewuchs und abgängigen Totholz sowie eine Kiefer von schütterem Wuchs. An der Hardenbergstraße werden zwei ausgewachsene Taxus-Gehölze entnommen. Durch die Freilegung der nördlichen Platzkante tritt der Platz künftig in Korrespondenz mit den gegenüberliegenden Universitätsbauten, einer zentralen Leitidee des Wettbewerbsentwurfs.

In 2018 folgen Pflaster- und Pflanzarbeiten, die Rasenansaat sowie die Ausstattung der Parkanlage mit Sitzmöglichkeiten. Auf dem Steinplatz werden 15 Bäume neu angepflanzt. Eine Rabatte mit saisonal blühenden Gräsern und Stauden setzt einen gestalterischen Akzent. Die Gedenksteine für die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus werden „freigestellt“ und die Einfassungsbereiche aufgewertet. An der östlichen Platzseite entfallen dreizehn Stellplätze zugunsten einer vergrößerten Platzfläche, der Querbarkeit der Straße und zusätzlicher Fahrradbügel.

Die Fertigstellung des Platzes ist im späten Frühjahr 2018 geplant. Mit der Umsetzung des Garten- und Landschaftsbaus wurde die Firma Otto Kittel beauftragt.

Hintergrund

Der Steinplatz wurde im Jahr 1885 als gründerzeitlicher Schmuckplatz angelegt und in den  1950er Jahren letztmalig umgestaltet. Der Zustand der  in die Jahre gekommenen überarbeitungsbedürftigen Grünanlage veranlasste das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine Umgestaltung anzustoßen.

Ab dem Jahr 2014 organisierte das Bezirksamt mit dem Regionalmanagement CITY WEST mehrere Treffen, bei denen sich institutionelle Anrainer sowie zahlreiche Anwohner*innen engagiert einbrachten. Konsens der Gespräche war, neben dem Wegfall der Stellplätze, eine Nutzungsintensivierung, eine zeitgemäße Gestaltung und die Öffnung des Platzes.

Hierzu wurde  im Jahr 2015 der Wettbewerb „Campus meets Steinplatz“ für Studierende der Landschaftsarchitektur an der TU Berlin ausgelobt und durchgeführt. Grundlage für die jetzige Umgestaltung ist der Entwurf von Leon Giseke, Lasse Malzahn und Lucas Rauch mit dem Titel „Aufschließen“. Er sieht eine großzügige klare Gestaltung der Anlage, eine Öffnung des Platzes gegenüber den umliegenden Anrainern und eine  Neuinszenierung der Gedenkstätten vor.

Der Siegerentwurf überzeugte auch Nachbarn und das Bezirksamt. Im Jahr 2016 wurde daraufhin das Landschaftsplanungsbüro Schirmer-Partner mit der Konkretisierung des Entwurfes beauftragt.

Die Umgestaltung  des Steinplatzes wird durch die Mittelzusage aus dem Berliner Plätzeprogramm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ermöglicht. Durch Sponsoring von Anrainern kann der Platz zusätzlich mit einer hochwertigen Möblierung ausgestattet werden.